Nationalmuseum antike Kunst Lissabon

am 8. Januar 2020   /   0   /  

Nationalmuseum Antike Kunst Lissabon. Entdeckt die schönsten Werke portugiesischer und europäischer Künstler, ausgestellt in einem antiken Palast aus dem 17. Jahrhundert. Ein einzigartiges Erlebnis! In diesem Artikel findet ihr alle wichtigen Infos für euren Besuch im Nationalmuseum für Antike Kunst.

Nationalmuseum für Antike Kunst in Lissabon: Wenn Portugal, Holland und Asien aufeinandertreffen

Das Nationalmuseum für Antike Kunst befindet sich auf halber Strecke zwischen mehreren beliebten Sehenswürdigkeiten in Lissabon und ist definitiv einen Besuch wert. Egal ob ihr euch für die portugiesische Malerei des 15. Jahrhunderts interessiert, eine Leidenschaft für Goldschmiedekunst habt oder chinesische Keramik mögt, hier findet ihr all das. Für die romantischen unter euch ist auch der Garten des Museums ein perfekter Ort für eine kleine Pause. Das Museum ist eines der wichtigsten Museen der Stadt und dennoch bei Touristen eher unbekannt. Und das ist eigentlich das Beste, denn so könnt ihr von sehr kurzer Wartezeit und viel Platz vor den Ausstellungsstücken rechnen.

Allgemeine Infos

Das 1884 eingeweihte Nationalmuseum für Antike Kunst hat viele Wandel der Zeit überlebt. Beginnen wir also mal mit dem Ort, an dem es sich befindet. Es befindet sich nämlich in einem alten Palast, der Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Der Palast mit den grünen Fenstern (auf portugiesisch Janelas Verdes) wurde von Don Francisco de Tavora, dem ersten Grafen von Alvor, gebaut. Und der Palast blieb bis zum Jahre 1759 auch im Besitz der Familie, doch dann begann ein Prozess gegen die Graffamilie.

Nach dem Prozess wurde der Palast 1879 beschlagnahmt und vom Staat gemietet, um ihn in das Museum der Antiken Kunst umzuwandeln. Der Ort ist wunderschön und zeigt euch das königliche und opulente Lissabon. Die Dauerausstellung befindet sich in den alten luxuriösen Räumen des Palastes.

Meine Tipps für euren Besuch

Der Eingang zum Museum befindet sich in der Rua das Janelas Verdes (Straße der grünen Fenster). Die Außenfassade mag euch vielleicht schlicht erscheinen, aber das Innere wird ein Highlight, versprochen! Dort erwartet euch eine Sammlung mit Gemälden, Skulpturen, Keramiken und dekorativer Kunst aus dem 12. bis 19. Jahrhundert. Die Ausstellung erstreckt sich über 2 Etagen des alten Palastes und ermöglicht es euch, Portugal näher kennenzulernen. In der Dauerausstellung findet ihr unter anderem portugiesische, aber auch flämische, französische und italienische Gemälde. Der erste Stock ist den europäischen Malern gewidmet, im zweiten findet ihr Werke bekannter portugiesischer Maler.

Meisterwerke aus dem Mittelalter

Angefangen mit den französischen Malern Cocorico, François Boucher (dem Lieblingsmaler von König Ludwig XV), geht es weiter mit zwei Werken von Gustave Courbet und Fragonard. Im dritten Raum könnt ihr außergewöhnliche Maltechniken flämischer Maler bewundern, die vor allem in Schichten und mit vielen Details arbeiteten. Diese Gemälde reichen teilweise bis ins 16. Und 17. Jahrhundert zurück.

Spanische Kunst

Euch wird vielleicht das Porträt von Antoine Van Dyck oder das Gemälde von Peter Bruegel auffallen. Das mit Sicherheit am auffälligste flämische Werk ist das Triptychon von Jérôme Bosch (Jheronimus van Aken): Die Versuchung des Heiligen Antonius. Es ist das Herzstück des Museums, und ihr werdet sicher verstehen warum. Ach ja, und dann wären da natürlich auch noch die spanischen Maler, wie Francisco de Zurbará, dem ein ganzer Ausstellungsraum gewidmet ist. Auf insgesamt 9 Gemälden stellt Zurbará die 12 Apostel da. Auch deutsche Künstler sind natürlich vertreten: Albrecht Dürer oder Cranach dürfen nicht fehlen. Der erste Teil der Ausstellung wird von einem Cranach Gemälde abgeschlossen, das den Heiligen Johannes des Täufers durch Salomé zeigt.

Aber nicht nur Gemälde könnt ihr hier bewundern, nein. Silberwaren und portugiesische Möbel, aber auch japanischer Wandschirm, der die Ankunft der Portugiesen in Japan darstellt, ist eines der Highlights. Außerdem gibt es viele weitere Gegenstände der dekorativen Künste, die portugiesische Seefahrer von ihren Entdeckungsreisen mit nach Hause brachten. Portugal spielte eine wichtige Rolle bei der Entdeckung ferner Länder, Bevölkerungsgruppen und der Weitergabe verschiedener Kulturen.

Himmlische Malerei

Portugal steht im Mittelpunkt des zweiten Teils der Ausstellung. Im zweiten Stock des Palastes könnt ihr eine sehr schöne Sammlung von Gemälden portugiesischer Künstler entdecken und so selbst Unterschiede und Besonderheiten der verschiedenen Künstler erkennen. Viele der Malereien drehen sich rund um Anbetung, Demütigung und Erhabenheit. So begegnet ihr beispielsweise dem Märtyrer San Sebastian von Gregório Lopes oder dem beeindruckenden Polyptychon von Nuno Gonçavales, der Anbetung des heiligen Vincents. Das auffälligste Gemälde der zweiten Etage ist gleichzeitig das außergewöhnlichste: Ein Ecce Homo ohne Unterschrift. Ein Meisterstück eines unbekannten Malers…

Die Museumsgärten

Aber Stopp, spaziert nicht gleich wieder schnurstracks zum Ausgang. Geht die Treppe hinunter zu den Museumsgärten. Hier findet ihr eine kleine Ruheoase. Schlendert über die kleinen Pfade und genießt die Seeluft, die vom Tejo herüber weht. Die Museumsgärten sind immer noch so prachtvoll wie früher und ein perfekter Abschluss nach dem Museumsbesuch. Auf der Terrasse des Cafés könnt ihr euch am Ufer des Tejos noch ein Getränk oder eine Kleinigkeit von dem vorzüglichen Buffet gönnen. Euch bietet sich ein toller Blick auf die Brücke des 25. April.

Gut zu wissen: Das Museum für Antike Kunst in Lissabon befindet sich zwischen mehreren beliebten Sehenswürdigkeiten, die zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind.

Nach dem Museum könnt ihr nach Westen fahren und das Viertel Belém und seine Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, erkunden. Oder ich fahrt Richtung Osten in das Viertel Baixa mit dem wunderschönen Praça do Comércio. Auch die Basilika Estrela liegt nicht weit vom Museum entfernt. Ihr habt die Qual der Wahl.

Das National Museum für Antike Kunst in Lissabon: Praktische Infos

Anfahrt

  • Bus: Linie 713, 714 oder 727 bis zur Haltestelle „Rua das Janelas Verdes“.
  • Bus 728, 732 oder 760 bis zur Haltestelle Av. 24 de Junho (die auf der anderen Seite des Museums liegt).

  • Tram 15 und 18 bis zur Haltestelle Av. 24 de Julho  oder Tram 15 bis Largo de Santos.

Ticketpreise

  • Normalpreis: 6€
  • Studenten, Jugendliche unter 26 Jahren, Personen über 65 Jahren und Familien (4 Personen): 3€
  • Kombiticket Museum für Antike Kunst + Azulejos Museum + Pantheon: 15€
  • Lisbon Ticket (insgesamt 8 verschiedene Museen): 25€
  • Kostenlos für Kinder unter 12 und Personen mit Behinderung (sowie eine Begleitperson)

Öffnungszeiten

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